Neues Projekt.

SKIZZEN

Zeichnungen - Konzeptlos.

Die Rebellion der Topfpflanzen 2016

 

Einen unbeschwerten Tag auf meiner kleinen Insel in der Regnitz war der Plan an diesem sonnigen Vormittag, an dem ich nichts bessere zu tun hatte als in der Sonne zu Transpirieren. Nur hatte ich nicht damit gerechnet das Es den gleichen Gedanken hatte wie ich und sich an diesen Tag in mein Leben drängen würde. Im Gewächshaus der Biosphäre meiner Insel kommt es zu dem frisch gesäten Samen einer neugierig aufgenommenen Begegnung zwischen mir und dem Eindringling. Diese Anomalie meines in sich geschlossenen Inseldaseins, nicht erwünscht und irritierend, greift um sich um meiner Insel seinen Stempel aufzudrücken. Wie anmaßend in seiner Substanz mit Alleinanspruch auf die Welt und den Richtigen Weg, dem Es doch immer wieder gern allen anderen Menschen aufdrücken will. Geblendet von all der Pracht auf der Insel des Lebens, versucht ES die Welt umzuordnen und es nimmt die für sie neuen Impulse, Informationen des Lebens wahr und interpretieren diese, wie die Höhlenbewohner in Platos Höhlengleichnis. Einen Schritt nach dem anderen, den eigen Blumentopf zerbrechend um neue Horizonte zu erforschen, tritt dieses neue Pflänzchen im günstigsten Fall, aus dem Schatten des Inseldaseins ins Licht des Lebens. Eine behütete Inanspruchnahme der neu zu endeckenden Horizonte, die im warmen Dunst der schönen Zeit den Majestätischen Glanz der eigenen Gedanken überschätzt. Der Glaube an die eigene Selbstbestimmte und Gedankenautonomie, führt zu dem absoluten Richtig oder Falsch und die daraus resultierenden Heuristische Antworten auf alle Fragen. Verkleisterte Faktenzitate einer Bücherinterpretationsmentalität mit wenig Erfahrung, plus dem Anspruch die Welt zu verbessern. Leben, Lesen, Wissen, bloß nicht scheitern und die Interpretation des selbigen. So sehen Sieger aus, Gewinner, wer will schon ins Verhältnis gesetzt werden mit dem Makel des Scheiterns, dem Verlieren der Kontrolle über das eigene Dasein.  Das Dasein prägende Formen sind Berge und Täler mit Flüssen, Inseln und Sümpfen, Landschaften einer anstrengenden, Charisma und Charakter hervorbringenden, nicht flachgebügelten Ebene sind unerwünscht. Es ist zum Stiere melken. Es bin ich und ich bin Es. Ich bin mir, an diesem Tag, auf meiner Insel wie es scheint selbst begegnet. Meiner eigenen gespiegelten Daseinsanomalie mit Anspruch auf mehr. Im Bild zu sehen sind überarbeite und ins Verhältnis gesetzte Skizzen von Simon und Es.

160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift        

Nektar 2016

 

In verschwindenden Schein gehüllt, entsteht ein Farbspiel in weiter Ferne. Unfassbar, nicht greifbar, diffus, unmöglich einzuordnen, wird aus dem wirbelnden Schein im Grenzbereich der Wahrnehmung, beim Näherkommen ganz langsam ein Sein. Ein filigranes Lebewesen, immer in Bewegung, immer getrieben vom Hunger nach Nektar, ruhelos, rastlos bis irgendwann das Herz zu schlagen aufhört.  Ein Kolibri. Eine Analogie zum menschlichen Dasein?  Sind wir nicht auch Kolibrimentalitäten, auf der Suche nach Impulsen die das eigene Sein befeuern? Flatternde Inanspruchnahmen des Lebens?  Das Eigengewicht überschätzend, ist die Gewichtigkeit eher als belanglos einzustufen, dagegen ist die Gewichtung, das Gleichgewicht des Flügelschlags auf der Suche nach der ertragreichsten Blume lebensnotwendig. Im Blumenmeer der Möglichkeiten ist es natürlich schwer, wenn nicht ganz und gar unmöglich, sich für die richtige Blüte zu entscheiden. Trotz allem, ist er allen Widrigkeiten zum Trotz, immer auf der Suche nach der perfekten Blüte, ohne zu wissen wieso. Einer Blüte die den bitteren Nektar der Erkenntnis in sich trägt. Bitter, weil diese Sehnsucht nach neuen Horizonten, neuen Impulsen, Nektar, nie befriedigt wird. Bitter auch, weil er immer getrieben, rastlos, nie ganz zufrieden nach dem Absoluten sucht, nur um am Ende erkennen zu müssen, das jedes Tor was durchlebt wird, 100 neue Richtungen eröffnet.    Sein Leben ist wie Blumen pflücken. Nur, dass der Strauß in der Hand immer kleiner wird und die Wiese immer bunter.  Die Abstraktion der Blumenwiese wird somit zum Lebenszweck für ihn, um sich die Welt zu erklären.  Er sieht die Wiese vor lauter Blumen nicht mehr, er sieht nur noch Scheinwelten, verliert sich in immer abstrakteren Theorien die sich aufschlüsseln in Elementarteilchen, Strings oder Nullbranen.   Denn der globalisierte Kolibri ist unerreicht präzise in seiner Informationsverarbeitung. Verliert bei der Masse an zu verarbeitenden Informationen aber die einzelne in sich gefasste Schönheit einer einzigen Blume aus den Augen.  Er verhungert somit früher oder später am gedeckten Tisch der ihn umgebenden Schönheit. Im Bild zu sehen ist ein abstrahierter Vogel. Eine abstrahierte Frau aus deren Geschlechtsteil der Nektar tropft. Denn der Sexualtrieb ist einer der elementarsten Impulsgeber dem wir unterliegen.  Die immer weiter aufgeschlüsselte Abstraktion der Welt im linken Teil.  Pflaster und Blut im linken Teil, die Pflaster auf der Wunde als Analogie für Verletzlichkeit und neue Impulse, das sind die Ecken und Kanten die uns immer wieder zu abrupten Richtungswechsel zwingen. Richtungswechsel die willkürlich anmuten, aber in der Dynamik des Gesamtsystems zu immerwährender Erneuerung führen. Im rechten Teil sind Uhren zu sehen, symbolisch für die zeitliche Begrenzung der Nektarsuche, man hat nicht alle Zeit der Welt. Zwei Uhren, weil die Gleichzeitigkeit der Suche vieler Menschen zu der Dynamik führt, die die Gesellschaft vorantereibt.                                                                                                                           160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift         

Skizzen

GEDANKENAUTONOMIEILLUSION 2016

GEDANKENAUTONOMIEILLUSION 2016.

 

Ein intelligenter Smiley mit freiem Willen, im Flug durch seine ganz persönliche Raumzeit, ist eine Metapher, einer Metapher, einer Metapher meines Gehirns auf die Wirklichkeit. Das was aus der Interpretation der elektrischen Impulse meines Gehirns als Selbstverständnis meiner Realität projiziert wird, ist nur eine Annäherung - Metapher Nummer eins.Das was aus dieser Interpretation in reduzierte Sprache umgesetzt wird, ist nur eine Annäherung an das was die erlebte Wirklichkeit tatsächlich in sich vereint - Metapher Nummer zwei. Das was als elektrischer Impuls in meinem Kopf ankommt, dann von meinem Wackelpudding interpretiert wird, um dann mit der Summe meiner Erfahrungen abstrahiert ins Verhältnis gesetzt zu werden, und über die Sprache den Versuch startet, es dem Gegenüber näher zu bringen, ist Metapher Nummer drei. Nummer vier wäre dann die Abstraktion der Abstraktion. Ein schönes Beispiel in diesen Kontext ist die Quantenmechanik - eine Abstraktion die sich immer weiter potenziert. Abstrahierte Welten des Verstandes sind unser kollektiver Versuch, die Welt zu erklären. Das was ihr im Augenblick lest, ist mein ganz persönlicher Metapherstand in Wechselwirkung mit der Welt die mich umgibt, soll heißen, der Text spiegelt meinen augenblicklichen Stand der Abstraktion oder vereinfacht ausgedrückt, den aktuellen Versuch mir das Leben zu erklären. Es ist die ganz persönliche Propaganda meines  Gehirns, eine Propaganda die mir weismacht, dass ich der Herr über meine Sinne bin und das die Schlüsse die ich aus den elektrischen Impulsen ziehe, absolut sind. Gedankenautonomieillusionen einer Logikgeschmacksnoteninterpratation meines Gehirns. Daraus mutiert meine ganz persönliche Gedankenautonomie im Fokus meiner Selbstzweifel. Mein Zweifel wird zum Selbstzweck und reduziert sich auf diese Weise selbst. Er ist nicht mehr Suche, er ist EGO, ein riesiges Ego ohne Grenzen, das versucht sich und seine Denkweisen zu behaupten.                                                                                                                  Im Bild zu sehen sind blinde Smileys auf der abstrahierten Suche nach was auch immer. Zu sehen sind auch Symbole für Autonomie und hohe Ideale. Auch das, was unter der aufgesetzten Oberfläche an morbiden Gedankenwelten lauert ist symbolisch dargestellt, plus die mannigfaltigen Interpretationen, von Hass und Liebe, Wertungen, Benotungen die uns Halt geben, aber auch nichts weiter sind als Interpretationen der Realitäten. Die Wertungsnotenanalogie resultiert aus einem Experiment zu dem Thema,  Wahrnehmungstrübung durch Vorinformationen. Oben rechts in Form eines übergeordneten Blickes, die sofortige Infragestellung der Schlüsse die gezogen wurden - in diesem Fall: meine.

 

160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift         .                                                                                 http://www.tommy-kny-petzold.de/                                                                                             

 

tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd

 

TIC TAC TOE

 

TIK TAK TOE

Durch Druck entstandener Pigmentabrieb wird zu einer Linie und diese mutiert.

Die Dynamik der Wechselwirkung der in sich verwickelten Impulsketten bewirkt, dass ein Kreuz oder ein Kreis aus dieser Mutation entsteht.

Das Spiel beginnt.

Immerwährender nicht wirklich origineller Idealismus, immer wieder mannigfaltig aufgekocht ist gleichzusetzen mit diesen Spiel.

Es zeigt uns auf, dass dieses Ideal der Kontrolle, selbst bei einem so simplen Spiel für uns nicht möglich ist, ja unerreichbar scheint.

Die Annahme, dass es immer auf ein Patt hinauslaufen muss, wenn beide Spieler keinen Fehler machen, lässt außer Acht, dass nach der Unschärferelation nicht vorherzusagen ist, dass niemals jemand einen Fehler macht und die Entropiezunahme sagt aus, dass früher oder später ein Fehler entstehen muss.

Auch der ganz normale Menschenverstand sagt mir, dass, wenn beide Spieler sehr lange die immer und immer wieder gleichen Abläufe des Spiels nachvollziehen, früher oder später die Konzentration nachlässt und einer der beiden dadurch verlieren wird.

Das Ideal ist tot, es lebe das Chaos.

So mutiert die angestrebte Realität früher oder späteren zu einem unausweichlichen Scheitern der angestrebten Ordnung.

7,3 Milliarden Menschen sind im Augenblick auf der Welt.

Teilt man sie auf in Kreuze und Kreise hat man eine Version von Tic Tac Toe, die den Wahnsinn in sich trägt.

Dieser Wahnsinn ist schön.

Eine Harmonie des Chaos, irre, unvorhersehbar, pervertiert und grausam idealistisch verseucht mit Dogmen und politischen Plattitüden.

Aber auch liebevoll, mitfühlend, in sich stimmig, eine Sinfonie des Lebens, so klangvoll und wundervoll, dass emotionale Menschen darin versinken dürfen.

Das Spiel deines Lebens.

Schau dir die Regeln an und mach das Beste daraus.

Nutze diese Regeln, verbiege sie, im Notfall brich die Regeln, um dich selbst zu verwirklichen.

Diese Verwirklichung bedeutet im Sinne des Spiels ein Kreuz oder einen Kreis, einen Impuls im großen Spiel des Lebens.

Nicht für das große Ganze, sondern nur für dich.

 

 160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift

DAS KONSTRUKT 2015

 

Das Konstrukt 2015

 

Das Konstrukt der Beschleunigung spiegelt sich relativ zueinander, in von der Geschwindigkeit abhängenden verschobenen Wahrnehmung.                                                                                                           Untergeordnet zeigt es sich, in unterschiedlichen Bewusstseinsebenen mit verschieden Meinungen und Ideologien.                                                                                                                   Zwei Menschen, die sich relativ zueinander auf einer Kanonenkugel bewegen würden, nehmen die jeweilige Realität etwas anders wahr.  Leider ist der fiktive Ritt auf der Kanonenkugel eher Münchhausen vorbehalten. Die beschleunigte Illusion eines Lügenbarons. Eine Facette dieser Geschichte wäre eine Analogie zum Leben im Allgemeinen, wir jagen durch die Zeit und sind am Ende auch nichts weiter als eine Geschichte.  Eine Illusionswellenkugelexpansion des Planeten Erde.                                                                                                                              Im Fahrwasser dieser Welle rasen wir immer weiter voran, ohne Chance auf Umkehr oder Stillstand. Wir entreißen dem uns umgebenden Chaosozean im allerbesten Fall einen geordneten Bewusstseinsfunken. Dieser Funke zündet und wird zu einem vorantreibenden Impuls, zu einem schlagenden Herzen, einem Leben, dir.  Am Beginn ein uniformer profilloser Reifen der das Rollen erst noch lernen muss,  ist dieser Funke eher als Ei einzustufen, ohne die Fähigkeit selbständig zu Rollen. Schnell und leidenschaftlich bewegen wir uns durch das Leben um Abrieb, Chaos auf unseren Weg des Lebens zu erzeugen.  Partikelstaubwolken sind die  Randerscheinungen dieser Entropiezunahme beim Befahren des Weges, wir regen sie an und lassen sie schnell hinter uns zurück. Wolken die die Zukunft formen. Sie sind die Impulse für die anderen noch uniformen furchenlosen Reifenexistenzen.                                                                                                       Fahr über jede rote Ampel, überschreite die vorgegebene Geschwindigkeit, fahr neben der Straße wenn es sein muss und lass es ab und zu mal Krachen. Das daraus entstehende Profil ist die Summe der Erfahrungen die dich ausmachen und andere anregt, inklusive der eingefahrenen Nägel.                                                                                                                           Mit der relativen Beschleunigung zueinander wechselwirken wir miteinander und das charakteristische Profil erzeugt die dazu gehörige Bewusstseinsessenz.  Eine Kollision der Egos im Lebensverkehr, der damit endet, dass der Reifen platzt. Es schält heraus was eigentlich nicht sein kann, ein Bewusstsein, ein Hauch von Hoffnung, ein Profil im Profil, ein Miniversum im Universum.  Ist also der Abrieb des Lebens die Quintessenz?                                                                                                  Du?                                                                                                                                Übertrieben getrieben und mit dem Treibstoff des Lebens infiziert bist du nun vom Ei zum Rad mutiert.

 

Herzlichen Glückwunsch.

 

160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift         .                                                                                                             tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd

 

WOCHEN

WOCHEN

 

Zeit ist das elementare Thema des Bildes.

Das elementarste Thema überhaupt.

Die Planck-Zeit beschreibt das kleinstmögliche erdachte Zeitintervall, für das die bekannten Gesetze der Physik gültig sind.

Das kleinste bis jetzt (2015) gemessene Zeitintervall ist eine Attosekunde, das ist das 100.000.000.000.000.000.000.000.000fache der Planck-Zeit.

Das größtmögliche Zeitintervall in unserer Daseinsblase ist die Zeitspanne zwischen dem inflationären Urknall bis heute.

Zeit ist für die meisten Menschen etwas, was sie mit Uhren, dem Vergehen bzw. der Vergänglichkeit in Verbindung bringen, aber eben nicht mit der Zunahme von etwas.

Zeit - das Elementarste, um das unser Leben kreist, wie ein Insekt, was kurz vor dem Flug in die Flamme steht.

Zeit - ist ein diffuses Nichts und doch so unaufhaltsam und konsequent, wie ein Güterzug der auf dich zurast.

Zeit - gleichzusetzen mit  „Du wirst sterben.“

Zeit - sind 38 Wochen bis zur Geburt eines neuen menschlichen Lebewesens.

Zeit - die immer zu schnell vergeht, verschwendet wird, sich nach trivialen Sein im Nichts verliert.

Zeit - der Granit, an dem sich die Wissenschaft bis heute die Zähne ausbeißt.

Zeit - für mich ein Eimer voll Pisse in dem man Katzen ersäuft.  Soll heißen:  Ich hasse den Gedanken an meine beschissene Endlichkeit.

Ich will ewig sein, zumindest so lange wie ich will.

Ich möchte alles essen, will alles sehen, alles lernen, jede Frau ficken, jedes Buch lesen, alle Formen von Schmerzen erfahren, jede Facette von Liebe erleiden, jede Art von Enttäuschung durchleben, morden, jedes Verbrechen begehen, mich verirren,  jedes Musikinstrument spielen lernen , jede Stilrichtung verinnerlichen, mit meinen eigenen Raumschiff dieses Universum erforschen , eben alles tun, was mir dieses Universum erlaubt und zwar jede Facette davon.

Ich will die ultimative Antwort auf alle Fragen erfahren und verstehen lernen.

Ich will alle in Wechselwirkung stehenden  Erfahrungen machen, die in unserem Universum möglich sind, um mir erst dann die absolute Meinung zu bilden.

Leider auch dann immer nur ein Teil der absoluten Wahrheit.

Plankzeit, Attosekunde , Retrosekunde, Millisekunde, Sekunde, Minute, Stunde, Tage, WOCHEN, Monate, Jahre, was auch immer, am Ende nur der zu schnelle Tod.

Aber zum Glück kommt davor noch eine Menge mehr, leider immer zu wenig von allem.

In Chaosspannen gepresstes Leben, die weniger als nichts sind, zu kurz um etwas davon zu verschwenden.

Im Bild zu sehen, die Zunahme von Chaos, Zeit, zu sehen im bezeichneten Plakativen zerrissenen Untergrund.

Im Linken Teil ist eine abstrahierte Frau zu sehen, sie ist verbunden mit dem Schriftzug Wochen, der wiederum auf der anderen Seite ausläuft, in einer weiteren abstrahierten Frau, einer Frau die kurz vor einer Geburt steht.

 

 

 (3m x 1,30 cm, Buntstift, Bleistift, Feinliner)

 

 tOmMyYyy y Kny – pEtZoLd

 

TSCH TSCH TSCH, JA WAS? 2015

TSCH TSCH TSCH, JA WAS? 2015

Mit den Worten „Tsch tsch tsch, ja was?“ und einem Biss in meinen Finger, der danach gar nicht mehr aufhören wollte zu bluten, ist er in mein Leben getreten. Hektor.  Eigentlich als Vogel von der Evolution mit Flügeln ausgestattet, war er eher als fluguntauglich einzustufen.  Wenn er sich dann doch einmal vor lauter Angst ein Herz gefasst hat und den Absprung in das undurchsichtige Element Luft riskierte, sah er eher immer wie eine Motte aus, die ins Licht fliegen will, es sich aber kurzfristig während des Fluges anders überlegt.  Aber, dafür hatte er allerdings das für einen Vogel umstrittene Talent,  das Lied „Kuckuck ruft‘s aus dem Wald“ singen zu können. Die Meinungen mögen da auseinander gehen und die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt sein. Manch einer wird behaupten, er war zu sehr vermenschlicht.Er lebte nun mal unter Menschen, da bleibt eine gewisse wechselwirkende Dynamik nicht aus.        Ein anderer wieder wird sagen, der arme Vogel kann nicht fliegen, ein Vogel muss doch fliegen können.  Aber was muss man denn? Nur weil alle meinen, das etwas so oder so sein muss, nur weil es immer so war, ist für mich eher ein Indiz für zu wenig Phantasie. Für mich eher ein Grund meine Verhaltensstrukturen zu ändern. Wer will schon sein wie„jedervogel“?                                                                                                        Ich würde denken, fliegen können doch alle Vögel, aber „Kuckuck ruft‘s aus dem Wald“ singen, das können sicherlich nicht sehr viele gefiederte Mitplanetenbewohner und das macht ihn zu etwas besonderen. Ein Tupfer Rot im uniformen Grau. Sehr interessiert an allem. Allerdings mit einer großen Portion Angst im Nacken, hat seine Neugier doch immer wieder triumphiert. Neugierig, schüchtern und auf der Suche nach Liebe hat er Pfeile in alle Himmelsrichtungen versandt. Einer davon traf mich beim Besuch des Tierheims mitten ins Herz. Ein Angriff auf meine Gefühle, dem ich nichts entgegenzusetzen hatte und auch nichts entgegen setzen wollte. Außer Liebe und der daraus resultierenden Zärtlichkeit zwischen zwei Lebewesen.   Eine klitzekleine fragile Daseinsblase war am Entstehen begriffen, um mit Liebe gefüllt zu werden. Liebe, ein Minniversum aus Ereignisfetzen, diese Augenblicksfetzen werden zu einem Augenblick der Zärtlichkeit und dieser Augenblick füllt das Blatt der Liebe bis es zu Boden fällt. Leider waren es nur drei von 43 Jahren die Hektor bei uns verbracht hat, bevor das Blatt zu Boden gefallen ist. Ein Blatt, beschrieben von uns und den Ereignissen in seinem Leben die für ihn von Bedeutung waren.  Ich würde mir wünschen, dass wir für ihn bedeutend genug waren, um einen kleinen Teil seines Lebensblättchens zu füllen.  Sein Leben fiel wie eine Feder dem Ende entgegen, lebenslang angetrieben von Hauch der Vergänglichkeit, so wie das deine. Bedeutung liegt nicht in der Größe, sie liegt im wahrhaftigen Sein. Der Tod kam schnell. Es ging ihm nur fünf Tage schlecht.                                                                                                                      Am fünften Tag lag ich mit ihm den ganzen Tag im Bett unter der Bettdecke und ich habe mich von ihm verabschiedet. Er hat es uns einfach gemacht, mit „Tsch tsch tsch, ja was?“ hat er uns begrüßt und mit „Tsch tsch“ ist er gestorben.                                                                                                                 Bye-bye  mein kleiner Liebling. Im Bild zu sehen ist Hektor als zentrales Element, um ihn herum die Ereignisfetzen seines Lebens.

 

160 x 120 cm, Bleistift, Buntstift         .                                                                                                                                                                         

tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd


Wochen

Skizze

SEGELMACHER 2015


SEGELMACHER 2015


Ein romantisch verklärtes Bild des Segelmachers im Licht der untergehenden Sonne am Strand würde mir als erstes einfallen, wenn ich den Titel des Bildes lese. Was genau war deine  Assoziation? Egal an was du gedacht hast, du bist angestoßen worden und somit ist ein Impuls einer endlosen Impulskette auf dich übergegangen, in diesem Fall von mir zu dir.  Selbst dann, wenn du gerade gedacht hast: „Was für eine gequirlte Scheiße.“ Beginnend mit der verquirlten inflationären Expansion unseres Universums. Bis heute dehnen sich endlos kreuzende, sich gegenseitig anstoßende Ereignisketten bis in die Unendlichkeit aus. Ketten von Einflüssen, die im Laufe deines Lebens bis jetzt auf dich eingeprasselt sind, wie ein Hagelsturm der dich zwingt, deinen Standort zu überdenken. Sie zwingen dich inklusive des Impulses aus dem Bild, in eine ausweglose Richtung, ohne die allerkleinste Chance zum Einlenken. Du springst wie ein Hase von Zeitscheibe zu Zeitscheibe zwischen deinen unendlichen Möglichkeiten, Universen  hin und her und glaubst dennoch an Selbstbestimmung, Unabhängigkeit oder den freien Willen? Dieser freie Wille, ist meiner Meinung nach reine Illusion. Wir reagieren nur, und setzen durch unsere Reaktion neue Impulse, die dazu führen, dass andere Impulsketten angestoßen werden, wie Dominosteine beim Dominoday. Natürlich hast du immer die freie Wahl, welche Zeitscheibe die nächste ist, aber man ändert blöderweise seine Meinung oder seinen Weg nicht ohne den entsprechenden Anstoß.Wenn du geradeaus läufst, könntest du jederzeit einfach so die Richtung ändern. 

Aber das machst du nur, wenn dich ein Impuls von außen dazu anstößt. Ein Hund kreuzt deinen Weg, du triffst einen Bekannten oder du wirst von einem Auto angefahren. Eines der unwahrscheinlicheren Szenarien wäre, das Gott zu dir herab steigt und dir eine Richtung vorgibt.

Deine dir mitgegebenen Eigenschaften,  die dir von der Evolution in die Gene gestanzt wurden, spielen natürlich auch eine nicht unmaßgebliche Rolle.Allerdings sind auch das nur Impulse von außen. Mein Leben - nichts weiter als Fremdbestimmung? Ich hasse den Gedanken daran, dass alles was mich ausmacht, von außen kommt. Wenn es so ist, wo bleibe dann ich, meine in meinen Augen ganz und gar individuelle Persönlichkeit, auf die ich mir so viel einbilde? Verschleiert im Nebel der Impulsketten der was auch immer… Evolution?  Gekrönt mit Dummheit und den Glauben an Unabhängigkeit, mit ein wenig übersteigerten Selbstbewusstsein, das im Grunde nur wieder, um den Kreis zu schließen, auf Dummheit hindeutet. Alles der lächerliche Versuch, einer Existenz Sinn zu verleihen, die dem Sturm der Wechselwirkung unterliegt. Im Vordergrund des Bildes ist der Segelmacher zu sehen. Der Wind ist sein Impuls um überhaupt auf die Idee eines Segels zu kommen. Das Segel wiederum treibt das abstrahierte Schiff an. Das Schiff wiederum jagt den Wal an der rechten Seite des Bildes, der wenn er gefangen ist wiederum zu dem Licht wurde, in dem der eine oder andere seine große Liebe kennenlernen durfte,  aus der wiederum ein neuer Mensch über viele sich kreuzende Ereignisse hinweg entstanden ist. Ein Mensch der eventuell die nächste Generation von Schiff entwickelt. Usw…


100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift         .                                                                                                              tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd


Was ist Pink 2015

Was hätte ich denn anders machen sollen? Was kann ich schon verändern?            Das sind Fragen von Menschen die die Antwort noch nicht kennen, und einige wollen die Antwort gar nicht wissen.                                                                              Geh das Risiko der Veränderung ein, nimm das Risiko des Scheiterns in Kauf und wachse an den Ecken und Kanten der Hindernisse, die dir im Weg liegen.                Es kann sein, dass du am Ende arm und allein dastehst, aber versagt hast du nur, wenn du nichts versucht hast oder wenn du aufhörst es zu versuchen.                      Geh DEINEN individuellen Weg und nicht den Weg, der von dir erwartet wird.            Geh zum Rand der Klippe und überleg dir erst dann den nächsten Schritt.                Was ich damit sagen möchte ist, dein Leben liegt in deiner Hand, nicht in der Hand anderer, nicht in der deines Vorgesetzten, der auch nur tut was ihm die nächste Instanz vorschreibt.Sei der Autor deiner eigenen ganz persönlichen Geschichte.        Du hast Ideen - dann setze sie um, du willst helfen -  dann hilf, du hast ein Talent - dann warte nicht darauf das jemand kommt und dich entdeckt - entdecke dich selbst und mach was draus.Chaos zu säen um Ordnung zu ernten ist der Schlüssel zum Erfolg. Dein auf den Brennpunkt ausgerichtete energetische Handeln und Denken ist das hochentropische Chaos.  Erkenntnis ist die Belohnung, der niedrigentropische Brennpunkt am Ende deines Lebens, das Wissen das du alles versucht hast, um über dich hinaus zu wachsen. Im Zentrum des Bildes zu sehen ist die inflationäre Expansion der uniformen Smileys unserer Gesellschaft, die sich im trivialen Sein verlieren und auch nichts weiter wollen. Das umgebende Konstrukt ist ein symbolisch zu verstehendes Insekt unserer Welt, die einen noch nicht fliegenden, fliehenden Rahmen für unsere Entwicklung vorgibt.                                                  Ein Insekt das jederzeit zerquetscht werden könnte.                                                Wie ein Schmetterling aus einer Raupe erwächst, so ist die Form des Insekts aus der amorphen Entwicklung unserer Gesellschaftsraupe  entstanden.                        Das Insekt ist das Heute und das Morgen, unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist die dynamische und erbarmungslose Auslese.                                  Es will, dass wir etwas beisteuern, etwas umsetzen, etwas mehr Kontur hinzufügen, um es zum Fliegen zu befähigen.                                                                        Im Bild zu sehen sind uniforme sich ähnelnde Smileys und Smileys mit Charakter.    Das Pink im Bild stellt die nächste Ebene dar, eine neue Dimension für unser Bewusstsein.  Neugier, Wille und der kompromisslose Versuch sich über alles hinweg weiterzuentwickeln sind die Eintrittskarten.                                             Das Gestell im unteren Bereich gibt dem Ganzen halt, wie Stützräder an einem Fahrrad, die abgebaut werden, sobald man Radfahren kann. Die Augen im Bild sind wir alle, die sich selbst in Frage stellen und dadurch immer wieder in allen Bereichen neue Wege beschreiten. Ein Zwinkern dieser Augen bringt es auf den Punkt. Alles ist wichtig, aber nichts ist absolut. Auch diese Bildbeschreibung nicht. 

100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift         .                                      

tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd

In Form gezupft.

tOmMyYyy y  Kny - petzold
tOmMyYyy y Kny - petzold

Es gibt viele bunte Vögel mit dem Potential goldene Eier zu legen.

Der große Rahmen gibt uns vor was der kleine ablehnt, Extreme beziehungsweise das golden Ei.

Nicht das Extrem ist das was angestrebt wird, eher ist uns der Durschnitt genehm.

Es wird gezupft und gerupft um Strukturen zu erzeugen die genehm sind,

ein toller Mensch, gutaussehend, so ausgeglichen, so erfolgreich und ach so authentisch.   

Der perfekte sympathische Mensch den jeder als Freund haben will,

ist in der Regel ohne Ecken und Kanten

oder wie ich es formulieren  würde, das mittlere Maß aller Dinge.

Das Maß über welches alles geschärt wird.

Politiker richten ihre Politik danach aus und die Industrie ihre Produkte.

So wie wir den Durchschnitt aller Gesichter als besonders schön empfinden,

den durchschnittlichen Geschmack als wohlschmeckend

und die angepassteste Meinung als wählbar.

So finden wir Glubschaugen abstoßend, zu salzig widerlich und eine extreme Meinung nervig.

Der Vogel mit dem Anspruch auf Goldene Eier wird durchgekaut,

um mutiert wieder ausgespuckt zu werden.

Entstanden ist ein Papagei, der nachquatscht was ihm vorgegeben wird.

Schön bunt und schillernd, am liebsten still dasitzend, wenn er seinen Schnabel aufmacht abgeschliffen, sauber und seinem Halter gegenüber ohne nervige Aggressionen.

Aggressionen, die eventuell den destruktiven Keim der Veränderung in sich tragen könnten.

Graue Eiern legend, ohne jeden Anspruch, sein eigenes ganz persönliches Ei in Frage zu stellen.

Nicht schwarz, nicht weiß und schon gar nicht in Farbe, präsentiert er seine Machenschaften auch noch mit Stolz.

Nur sein beschissenes Gefieder ist ihm noch wichtig und die aufgeschminkte Persönlichkeit seiner versteckten nicht nach außen projizierten Kaninchenstallmentalität.

Ödes „Gewabber“ um ein Nichts, was zum Kern der Zentrale seiner langsam zu Staub zerfallenden Persönlichkeit wird.

Im Bild zu sehen ist links in der Ecke ein Vogel, mit dem Potential ein goldenes Ei zu legen. Abgeschliffen durch die ihn umgebenden Strukturen schafft er es nicht mehr

und legt stattdessen angepasste graue Eier in Massen.

Allerdings hat jedes dieser Eier wieder das Potential ein goldenes Ei zu erschaffen.

Ob sie die Möglichkeit nutzen die ihnen geschenkt wurde, liegt an jedem Ei selbst.

(1,70m x 1,30 cm, Buntstift, Feinliner)

DER ALK

tOmMyYyy y Kny - petzold
tOmMyYyy y Kny - petzold

Der Alk, ist eines von sehr vielen Lebewesen in unserem erdachten Dreibran.

Er hat keine Flügel. Wie er es schafft über sich selbst hinaus zu wachsen, ist nicht bekannt. 

Es ist ein Geheimnis der evolutionären in Dunst gehüllten Dynamik, die erzwingt was unbequem  ist.

Das Gefieder ist etwas abstrakt, federlose Konturen. Im Augenblick federführend, meint er, ihm liegt die Welt zu Füßen. Deshalb ist Arroganz eine seiner hervorstechendsten nach außen gespiegelten Eigenschaften, mit dem inflationären Anspruch, sich die Meute vom Hals zu halten.

Als geselliges Lebewesen ist er von daher nicht bekannt. Die anderen Alks sind für ihn eher überflüssiges Beiwerk, bis auf ein paar Auserwählte, die er im verschleierten Licht der untergehenden Abendsonne seiner Daseinsblase auf einen Sockel hebt.

Es scheint fast so, dass die Dynamik des Auftriebs nicht aus seinen verkümmerten Flügeln kommt, sondern aus seiner Leidenschaft für das Leben.

Ein Leben, das aus ständig wiederkehrenden sich überschneidenden Kreisen besteht.

Immer wiederkehrende Kreise um die Sonne, um das Zentrum der Raumzeitverzerrung des Planeten auf dem er lebt, die Geburt führt zum Tod, alle Wege die eingeschlagen werden können, führen ihn wieder zum Ausgangspunkt seiner lächerlichen Ausbruchsversuche zurück, aber  vor allem kreist er um sich selbst, wie ein Mond mit Mond, der einen Mond hat.

Wenn er seine Kreise am Himmel zieht, vergisst er die banale Welt um sich herum und verliert sich im Höhenrausch der Stratosphäre seiner Gedanken.

Zum Glück kann ihm das Hirn nicht einfrieren, denn der Alk ist ein ausgemachter Säufer mit dem Anspruch auf mehr von allem. Alkohol ist ein sehr gutes Frostschutzmittel.

Das Privileg eines besoffenen Alks, ist die potenzierte Abstraktion aller ihn umgebenden Einflüsse.

Er will alles wissen, alles können, alles sehen, alles ficken was sich bewegt, mit einem eigenen Raumschiff ins All aufbrechen, um zu sehen was für Wesen noch an Selbstüberschätzung leiden, ewig Leben und vor allem verstehen, um was sich das Kreiseln aller Dinge und Wesen dreht.

Denn das alles wieder zum Ausgangspunkt zurück führt, kann und will er einfach nicht akzeptieren.

Die Artgenossen die ihn in ihrem Umfeld wahrnehmen, meinen das er eine Richtung hat, einen Weg, eine Gerade nach vorn beschreitet, ohne Kompromisse den Weg geht, den er gehen will.

Leider ist das beschrittene  Rund nur ein wenig unübersichtlicher, so das der Ausschnitt des Kreises wie eine Gerade wirkt, aber keine ist.

Man bekommt den Alk nicht so oft zu Gesicht. Da er aber in allererster Linie im Nebel der Projektionen seines Ichs  unterwegs ist, bekommt man ihn, wenn man ihn tatsächlich einmal zu Gesicht bekommt, eher selten ungeschminkt vor die Linse . 

Er versteckt und verirrt sich sehr oft im Unterholz seiner Gedanken, die immer verzweigter werden, ihn oft daran hindern, in normalen Kontakt zu Artgenossen zu treten.

Der Alk ist deshalb zum Glück vom Aussterben bedroht.

Nicht, weil er mit seiner überragenden Potenz alle weiblichen Alks beeindrucken will, sondern weil ihm die Banalitäten der Kontaktaufnahme zuwider sind und er nicht anders kann, als zu verstummen, wenn unwichtiges  inhomogenes Geplapper zu Gesprächen stilisiert wird.

Dass er eigentlich nicht fliegen kann, macht ihm scheinbar nichts aus, denn er trotzt der Schwerkraft mit reiner Willenskraft, wie die fiktiven fliegenden Schweine, die im Schweinestall der Evolution den Sprung nicht geschafft haben.

Den Sprung ins Unbekannte, den Sprung zu Mehr, den großen Sprung in Richtung absoluter Erkenntnis.

Auch wenn ihn rudimentäre  Artgenossen dafür belächeln, so hält er über alle Hindernisse hinweg fest an seinem fast perfekten Kreis.

 

 

(1,30m x 1,30 cm, Buntstift, Feinliner)


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Zeichenstudie.

tOmMyYyy y Kny - petzold
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Zeitpfeil

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Newtons Zeitpfeil Problem entstand daraus das seine ins Leben gerufenen Physikalischen Gesetzmäßigkeiten die Zukunft und die Vergangenheit gleich behandeln. Daraus entstand mit der Zeit, aus der Grübelei sehr vieler interessierter Menschen heraus, das Konzept der Entropie, der Entropiepfeil. Was ist der Entropiepfeil ? Er ist das, was wir als den Fluss der Zeit wahrnehmen, aber was genau ist eigentlich Zeit ? Was genau ist es, was uns zeigt in welche Richtung der Zeit wir uns bewegen ? Ist es ein Gefühl, ein Film der vergeht, ein Gedanke, ein Fluss der den Berg herunter fließt, eine Uhr, Pissen gehen, eine Supernova, das Altern, oder Erfahrungen an deren Ende das vergehen steht ? Ist es vielleicht die Vergänglichkeit in all ihren Facetten, schmelzen, brennen, faulen,streben ? Ja und nein, das Konzept der Entropie bedeutet das Physikalische Systeme zum Chaos tendieren. Entropie ist im Grunde eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch das dir ein Furz entweicht, aber das er in deinen Arsch zurück kriecht ist wohl sehr unwahrscheinlich. Ein Furz hat hohe Entropie, das stinkende Chaos eines Menschen der an Blähungen leidet. Das die Moleküle, die deinen Furz ausmachen, sich genau auf diese Weise beeinflussen, das dein gefurzter furz wieder in deinen Arsch zurück kriecht, wäre mal interessant zu spüren wie sich das anfühlt, aber das es schon einmal passiert ist, ist wohl ein Gerücht der Gerüche, bzw. der Gerüchteküche. Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht 0, das sich die Moleküle deines Furzes genau so beeinflussen, das genau das passiert. So wird der gefurzte furz zu einem Pfeil, der abgeschossen wird, ohne die Möglichkeit ihn zurückzuholen, und das ist genau das was wir als das Vergehen der Zeit empfinden. Das Problem ist das die Physikalischen Gesetze immer noch nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheiden, somit der Entropiepfeil in beide Richtungen weißt. Wir wären daraus abgeleitet nichts weiter als eine Fluktuation des Quantenkosmos. Ein Fingerspiel des Universums, viele Finger (Elementarteilchen mit hoher Entropie) wuseln durcheinander wenn sie nur lange genug wuseln entsteht ein kurzes ineinandergreifen, Ordnung, niedrige Entropie, einen Wimpernschlag lang, unser Leben mit all der Vergangenheit und Zukunft die wir glauben zu haben, nichts weiter als reine Illusion, ein Handschlag des Quantenkosmos, der sich auch gleich wieder in Richtung hoher Entropie verflüchtigt. Der Gedanke das dein Leben nur eine kurze niedrig entropische Fluktuation des Quantenkosmos ist, gefällt dir nicht, mir auch nicht. Aber hier ist auch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, nur das Ende meiner Erläuterung des Bildes, willst du mehr Wissen mach dich auf die Suche nach MEHR. Nicht mehr oder weniger soll diese Bild in dir bewirken. Begib dich auf die Suche deines Lebens, du hast nur die eine Chance. Im Bild zu sehen sind zwei Pfeile, der Zeitpfeil, und der Entropiepfeil, in dem oberen Teil, hohe Entropie, unten niedrige Entropie.

 

100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift, Ölfarbe.

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SAUBER

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Meine ursprüngliche Natur war rein und unverdorben, eine Geburt von absoluter Reinheit und Dummheit, die ungefragt in die verschmierte See des Lebens gekippt wurde, ein Ozean der Wechselwirkung. Ein Meer das nicht sauber ist, sondern von Schlieren des letzten Tankerunfalls trüb, wie die Linse eines alten Menschen mit grauem Star. Der sieht auch nur das, was er glaubt zu sehen. Mein Verständnis von sauber ist Ordnung. Sie ist absolut, uneingeschränkt, allumfassend, ohne Kompromiss. Sie ist mein Extrem, dem auch das Chaos unterliegt. Ein Verständnis, dem alle meine Entscheidungen, die ich in Bezug auf mein derzeitiges Leben treffe, unterliegen. Ich sehe mich als lebendigen Staubsauger, der saugt und saugt und saugt, der alles in sich aufnimmt, alles aufnehmen will, was möglich ist, mehr in sich aufsaugen will, als ihm ermöglicht wird, und das alles nur, um zu erkennen, das alles was er aufsaugen kann, nichts weiter als zusammengetragenes Wissen von anderen Menschen ist, keine absolute Wahrheit, keine Weisheit, nur beschissene Vermutungen anderer. Menschen wie ich, „Überdentellerranddrüberzuguckenversucher“, Wahnsinnige, weil nicht mehr verstanden vom Pöbel, der ohnehin nur tut was ihm gesagt wird, religiösen Dogmen folgt oder dem jeweils zuständigen Vorgesetzten gehorcht, dem Boss aller Bosse hörig ist, wer auch immer das sein soll. Ich würde ihn gern einmal kennenlernen, um ihm die ultimative Wahrheit, Erkenntnis zu entlocken. Und wenn mir der „Liebe Gott“, welcher auch immer, keine klare Antwort gibt, und wieder mal nur schwammige, in jede erdenkliche Richtung zu interpretierende Äußerungen folgen, dann bekommt GOTT von mir eine aufs Maul. Nicht mehr und nicht weniger. Die Reinheit der Wechselwirkung im Streben, wonach auch immer. In der Zeichnung ist ein Kopf zu sehen, Mund, Augen, Nase, und das Saugen nach Mehr darüber. Zweimal der Schriftzug Sauber und das X für die Ausweglosigkeit des menschlichen Daseins. Die schwarzen Streifen sind Lebenslinien. Auf einem zerrissenen Untergrund gezeichnet, der die absolute, reine, saubere Perfektion der Wechselwirkung wiederspiegelt. Plus dem roten Faden, der sich durch das Leben zieht und drei Kreuze, dass ich noch da bin, um zu lernen.

 

2 m x 1,30 cm, Buntstift, Bleistift.

 

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EIN HAUCH VON SCHICKSAL

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tOmMyYyy y Kny - petzold@gmx.de
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Die SmylyYyys in der Zeichnung sind wir, auf der ganz individuellen Rutschbahn unseres Lebens. Haben wir eine Wahl welchen Weg wir auf einer Rutsche nehmen? Man könnte über den Rand springen, aber ist das sinnvoll? Wenn ich glaube, mich für etwas bewusst zu entscheiden, ist es da nicht eher so, dass die Summe meiner Erfahrungen und die gegenwärtige Situation mir eine unausweichliche Richtung aufzwingen? Wir rutschen und haben nicht wirklich Einfluss darauf, immer weiter und weiter unserem Schicksal entgegen. Sind wir nur ein Medium vorbestimmter Prozesse? Natürlich habe ich jederzeit die Möglichkeit meine Richtung von rechts auf links zu wechseln, tue ich es aber? Eher nicht, nicht ohne guten Grund, dieser kommt aber nicht aus sich selbst heraus. Er wird von außen angestoßen. Den Weg den wir einschlagen den gehen wir, also haben wir überhaupt keine Wahl. Das Gebilde über dem Auge ist das Universum. Es spielt mit uns das Spiel „Evolution“. Das Auge gehört uns und dem Universum gleichermaßen. Das Universum sieht sich selbst durch uns. Es schaut durch unsere Augen und bewundert die eigene Entwicklung, eingeschlossen uns Menschen und alle anderen Spezies. So wie wir Augen brauchen um uns zu orientieren, so braucht das Universum unter anderen uns, um sich selbst zu hinterfragen. Wäre doch auch irgendwie schade, wenn all die Pracht niemand sehen könnte. Alles wird in Frage gestellt, alles soll angezweifelt werden, alles muss wieder und wieder überdacht werden, um die Perfektion voranzutreiben. Auch wir stehen dadurch jederzeit auf dem Prüfstand. Dem TÜV der Evolution, mit einer Frist von 2 Jahren. Wird diese Frist überschritten, sind wir in dieser Raumzeitblase abgemeldet.

 

100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift. 

 

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