Pixelwelten die ein Bild stimulieren, die sich in sich selbst verlieren, um immer nur nach mehr zu gieren.

DER MENSCH.

Ich und DU.

Präsentationsmöglichkeiten

Betrunken wie so oft, war ich am Überlegen und der Zweifel schob sich in mein Hirn.

Der verdammte Zweifel, der Zweifel an mir selbst, der mich immerzu begleitet.

Was nur kann ich gegen diese Allmacht meiner persönlichen Inkompetenz tun?

Wie kann ich mehr erfahren, um den Zweifel in mir auszuräumen?

Ich schaute mich um, ich blickte durch den Nebel meines Verstandes und im Dunst des Alkohols sah ich meine Frau, wie sie Negative in eine Plastikbox legte,  und das mit all ihrer Kraft.

Sie war wirklich dabei, war konzentriert, fokussiert und sie zweifelte nicht an ihrem Tun.

Ihre Zufriedenheit und Klarheit war spürbar. Eine Aufgabe umfasst all ihr Sein, ein Leben, ein Ding, voller Anteilnahme und Liebe zum Leben.

Warum kann ich das nicht?

Der Zweifel frisst mich auf.

Er will mich verführen, er lockt mich, greift nach mir, um mich immer wieder auf neue zu berühren.

Der verdammte Zweifel an mir selbst und dem Leben, er scheint nicht erstrebenswert und doch, er bringt mich weiter.

Nicht unbedingt in Bezug auf die Fokussierung, die der eine gelebte Moment mit sich bringt.

Doch lässt mich der Zweifel schmerzlich erkennen, er zwingt mich, die Welt und mich selbst in Frage zu stellen, er lässt mich leiden, um zu wachsen und zwar um jeden Preis.

Auch der Tod ist eine Option. Entweder lerne ich, mit dem mir innewohnenden Zweifel umzugehen und ihn zu nutzen oder ich gehe daran zugrunde.

All das beinhaltet ein Wachstum, ein Mehr, eine Verdichtung.

Eine Zunahme von Entropie.

 

Entropiekonzept.

 

Was ist das Gegenteil der Entropie? Da für mich das Konzept der Entropie alles einschließt, wäre das Gegenteil das absolute Nichts.

Da es allerdings ein absolutes Nichts, nicht geben kann, weil aus Nichts, Nichts entstehen kann, gibt es kein Gegenteil der Entropie. Sie ist absolut.

Die Entropie ist alles. Sie ist eine Dynamikwelle ohne Anfang und Ende. Sie ist das Meer in dem wir schwimmen lernen.

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, so kann ich die Zunahme meiner persönlichen Entropie förmlich spüren.

Sie schreit mir ins Gesicht, zerrt an mir, reißt mich immer weiter mit sich, der einzigen Konstante entgegen, der Veränderung.

 

Alles in dieser Welt läuft auf Beziehungen hinaus, ob es nun eine Beziehung zwischen zwei miteinander wechselwirkenden Elementarteilchen ist, oder die Beziehung zweier Menschen.

Dieser Status quo zweier Zustände, die im Verhältnis stehen, lässt sich nicht einfrieren.

Daraus resultiert, es gibt keine ewige Liebe, kein ewiges Leben und leider keinerlei Halt im Schulbus des Lebens.

Es gibt nur Zustände die unser Dasein bestimmen, wie Leistung, Macht und Bindung, auf die sich alles reduzieren lässt, was irgendwie in direkter, oder indirekter Wechselwirkung steht.

 

Als Kind war ich so wie die meisten Kinder. Jung, unbeschwert und davon überzeugt, der Welt mit meiner Anwesenheit einen Gefallen zu tun.

Wie das so ist, habe ich im Laufe der Jahre aus der Summe verschiedener Kompetenzen, wie Wissen, Erfahrungen, Intuition, Kreativität und Können plus der bei mir leider nicht sehr ausgeprägten Eigenschaft der sozialen Kompetenz, eine andere Sicht auf die Welt entwickelt.

Daraus resultiert eine komplexere, durchdachtere Zielsetzung in Bezug auf mein Leben, an deren Umsetzung ich immer weiter arbeite und an den daraus resultierenden Herausforderungen  bis heute wachse.

Anders ausgedrückt, hat die Entropie in Bezug auf mein Leben zugenommen.

Zu den Informationen am Anfang meines Lebens, als ich aus einer einzigen Zelle bestand, sind unzählige weitere Informationen hinzugekommen und diese Informationsverdichtung hat mir eine ausgeprägter Kontur verliehen.

Im Grunde bin ich eine aus sich endlos kreuzenden Informationsketten resultierende Informationsfluktuation.

Denn für mich ist die Entropie ein anderes Wort für Informationen, Informationen die miteinander im Verhältnis stehen.

 

Wenn ich von Informationen spreche, meine ich Zustände, die unendlich viele weitere Zustände in sich bergen und miteinander in Wechselwirkung stehen, um unsere Welt, so wie wir sie wahrnehmen, zu generieren.

Als Beispiel kann man ein Foto heran ziehen. Wir sehen das Bild als einen Zustand, als eine Information. Allerdings besteht es aus unzähligen Zuständen, den Pixeln.

Die einzelnen Teile meiner Entropieserie sind damit gleichzusetzen, sie sind Metaphern bzw. Analogien zum besseren Verständnis der Welt.

Es sind Pixel, Einheiten, Zustände bzw. Informationen, die das Leben, das Universum, Dich in sich tragen und uns Menschen in die Raumzeit zaubern.

Die einzelnen Teile meiner Installation sind Analogien auf alle Zustandsformen unserer Welt.

Wie Universen, Galaxien, Planeten, Menschen, Zellen, Moleküle, Elementarteilchen oder in scheinbar letzter Instanz, Planquadrate oder Strings.

Das alles sind Zustandsformen die miteinander im Verhältnis stehen, sich gegenseitig beeinflussen,  um neue Zustandsformen zu erzeugen.

Sie erzeugen, um bei der Metapher des Fotos zu bleiben, immer wieder und wieder neue Bilder.

Planeten formen Galaxien, Menschen Gesellschaften, Elementarteilchen Atome und Moleküle, das Meer. All das zusammen genommen macht unsere Welt zu dem, was sie im Augenblick ist.

All diese Zustände über alle Ebenen hinweg stehen in Wechselwirkung zueinander.

 

Ein Impulsgewitter, das den Zustand des Lebens in sich trägt.

Ein Sturm der  immer komplexer werden Strukturen, unfassbar, geheimnisvoll und in seiner Gesamtheit perfekt.

Es gibt Nichts, was wir tun könnten, um diese Welt zu verbessern.

Das Einzige was uns obliegt, ist die Fähigkeit in dieser Welle immer weiter zu schwimmen, um eine Zustandsform der Intuition zu entwickeln.

Oder anders ausgedrückt, ein Bewusstsein aus diesem Meer der Widerstände zu schürfen.

Nur leider haben wir nicht alle Zeit der Welt, um uns zu einer Bewusstwerdung empor zu schwingen.

Im besten Fall 80 – 100 Jahre, im ungünstigsten sind wir nicht anwesend, um uns über diese Frage den Kopf zu zerbrechen.

 

Nur was ist das eigentlich, was genau beinhaltet dieses scheinbar so flüchtige Konzept der Zeit?

Es ist ein, um es bildlich auszudrücken, Chaosorgasmus.

Was ich damit meine?

Zwei Zustände, die in direkter Wechselwirkung stehen, also zwei Menschen beim Sex, führen zu einem Orgasmus.

Unendlich viele Zustände, die in Wechselwirkung zueinander stehen, führen unausweichlich zu dem Konzept der Zeit.

 

Die Einleitung zu einem Orgasmus beginnt  evtl. desinteressiert, steigert sich vielleicht zu leichter Übereinstimmung, geht eventuell über ins Schamhafte, bricht sich Bahn, steigert sich im günstigsten Fall zur allumfassenden Ektase und bringt neues Leben mit sich. Neues Leben, das wiederum völlig neue Impulse in sich trägt, die Eltern in den Wahnsinn treibt und die gesellschaftlichen Strömungen weiter bereichert und verwirbelt. Die Meinungsvielfalt nimmt im Rahmen dieser um sich greifenden Bewusstwerdung zu. Die Räume werden kleiner, überschneiden sich, kollidieren miteinander und erzeugen immer wieder neue Facetten der Gemeinschaft unserer Gesellschaft.

Die Entropie nimmt zu, die Zeit vergeht.

 

Diese Orgasmus Metapher soll verdeutlichen, was Zeit eigentlich ist.

Sie ist eine Informationsverdichtung.

 

Stephen Hawking hat berechnet, dass eine Entropieeinheit einem Planquadrat entspricht und er hat außerdem berechnet, dass ein Schwarzes Loch entropiegesättigt ist, man kann ihm keine weiteren Informationen hinzufügen, ohne dass es größer wird.

Soll heißen, alle Planquadrate in einem Schwarzen Loch beinhalten eine Entropieeinheit.

Es ist eine vollkommene Informationsverdichtung.

 

Das ist es, was ich in Form von Wissen und Intuition, bis heute, aus der mich umgebenden Welt geschürft habe.

Nur nimmt die Entropie auch in Bezug auf unser Nichtwissen ständig zu. Wenn wir das Wissen das wir erlangen, ins Verhältnis zu einer Kugel setzen und das Nichtwissen das Nichts drum herum darstellt, so wäre der Rand der Kugel die Schnittstelle zwischen dem Wissen und dem Nichtwissen.

Je mehr Information, Wissen wir der Kugel hinzufügen, desto größer wird die Kugel und somit die Schnittstelle in Richtung Nichtwissen. Somit werden wir höchstwahrscheinlich niemals die eine absolute Mastertheorie entwickeln können und niemals alle Fragen beantworten.

Ganz im Gegenteil, die Fragen werden im Verhältnis zu unserem Wissen immer komplexere Strukturen annehmen.

 

Wie war das gleich noch mal am Beginn dieses Textes?

 

Es gibt kein Gegenteil der Entropie, weil das Konzept der Chaoszunahme alles einschließt und deshalb wäre das Gegenteil das absolute Nichts, nur das kann es nicht geben, da aus Nichts, Nichts entstehen kann.

Oder anders ausgedrückt, es gibt keine 100 Prozent Wahrscheinlichkeit in unserer Welt, somit bleibt im Nichts 0,00001% von etwas übrig.

Somit kann es kein absolutes Nichts geben.

Nur kann dann die Entropie auch nicht absolut sein.

Mhh, aber wieso ist dann eine absolute 100 Prozentige Informationsverdichtung, Entropie, in Bezug auf ein Schwarzes Loch scheinbar möglich?

Eine dem Chaos entsprungene 100 Prozentige Ordnung, die hinter dem Ereignishorizont wiederum Chaos gebiert?

 

Fuck - ich habe nicht die geringste Ahnung, ich weiß gar nichts und bin keinen verdammten Schritt weiter.

Ich bin nichts weiter als ein Fischlein in einer Dynamikwelle, die sich mir entzieht und auf die ich keinerlei Einfluss ausüben kann.

Ich interpretiere das innere der Welle, doch den Ozean sehe ich nicht.