Der Binärcode der Entropie.

Der Mensch

Chaoszunahme

Zeitverständnis

 

Die gefühlte Zukunft..

Ein geordnetes Leben beginnt mit der Geburt, vergeht im günstigsten Fall erst nach vielen  Jahren und endet in der Regel nicht mit dem ewigen Leben. Würde ein Mensch ewig leben, würden wir es als eine Anomalie oder Dissonanz empfinden, außerhalb jeglicher uns verständlichen Ordnung. Ist also aus diesem Kontext heraus das gefühlte Vergehen der Zeit das Altern? Oder was ist es, was wir als das nach vorn gerichtete Vergehen  der Zeit wahrnehmen? Ist es der Zuckerguss deiner Geburtstagstorte, der in der Hitze  des Tages vor sich hin schmilzt um dir deine verdrängte Vergänglichkeit vor Augen zu halten? Ist es eventuell die Musik, die deinen Gästen in den Ohren dröhnt und die Nachbarn in den Wahnsinn treibt? Oder sind es die Kerzen auf dem Kuchen, die sich in naher Zukunft auflösen, um zu einem Stummel Vergänglichkeit  zusammen zu schrumpfen? Vielleicht ist es aber auch das Brennen  der Kerzen deiner Leidenschaften für was auch immer in deinem Leben, oder das Leben an sich was in dir gärt. ES IST ALLES. Es ist das Altern, es ist der Zuckerguss, die Musik und es ist auch deine Leidenschaft für das Leben.  All das läuft auf Chaoszunahme hinaus, der Zunahme von Entropie. Um zu verinnerlichen was ich meine, müssen wir uns zum Anfang allen Seins unserer Raumzeitblase begeben. Am Anfang war die ultimative Ordnung -  niedrige Entropie. So sah unser Universum wahrscheinlich kurz nach dem Urknall aus. Es war absolut geordnet, die  Elementarteilchen waren gleichmäßig verteilt. Ordnung allein führt allerdings zu nichts weiter außer langweiligster Langeweile, gemischt mit Ödnis und Leblosigkeit. Langeweile für wen? Gott, Allah oder den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen? Nun, um dem Ganzen eine Richtung zu geben kam das Chaos hinzu. Warum? Hhm, vielleicht war es Gott zu langweilig und er hat mit einem großen Löffel in der Ursuppe der Elementarteilchen herumgerührt. Es könnte aber auch sein, und dazu tendiere ich, dass Ordnung und Chaos zusammengehören, wie meine Frettchenbande und der etwas penetrante Geruch der ihnen ab und zu aus dem Hinterleib entfleucht.  Auch diese Frettchenpfurtze sind ein hochentropischer Pfeil, der uns die Richtung mit Nachdruck fühlen lässt, in die sich unser Leben verflüchtigt. Nach vorn in Richtung Zukunft und eben nicht zurück in den Arsch des Frettchens was gefurzt hat. Anfänglich sind wir ein niedrigentropisches  Produkt, erwachsen aus einem hochentropischen System,  was zu immer mehr Chaos tendiert und wir recken uns dem Chaos entgegen, wie eine Pflanze die nach Licht sucht. Meine Entropieserie hat den Anspruch, den Zeitpfeil optisch zu erhellen und das gefühlte Vergehen der Zeit nachvollziehbar zu machen. Die Bilderserie besteht aus sehr vielen Einzelteilen, und jeder Teil für sich und auch die Gesamtheit der Bilder spiegeln das Vergehen der Zeit.                                                                      

 

 tOmMyYyy y Kny - pEtZoLd

 

 

Zeitpfeil 2014

 

Newtons Zeitpfeilproblem entstand, weil die von ihm ins Leben gerufenen physikalischen Gesetzmäßigkeiten die Zukunft und die Vergangenheit gleich behandeln. Wiederum daraus und aus der Grübelei sehr vieler interessierter Menschen entstand das Konzept der Entropie, der Entropiepfeil. Was ist der Entropiepfeil ? Er ist ein Zeitpfeil. Er ist das, was wir als den Fluss der Zeit wahrnehmen. Aber was genau ist eigentlich Zeit? Was genau ist es, was uns zeigt in welche Richtung der Zeit wir uns bewegen müssen? Ist es ein Gefühl, ein Film, ein Gedanke, ein Fluss der den Berg herunter fließt, eine Uhr, pissen gehen, eine Supernova, das Altern, oder sind es Erfahrungen, an deren Ende das Vergehen steht?    Ist es vielleicht die Vergänglichkeit in all ihren Facetten, Schmelzen, Brennen, Faulen, Sterben? Ja und nein. Das Konzept der Entropie bedeutet, dass physikalische Systeme zum Chaos tendieren. Entropie ist im Grunde eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass dir ein Furz entweicht, aber das er in deinen Arsch zurück kriecht, ist wohl sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ein Furz hat hohe Entropie. Das stinkende Chaos eines Menschen, der an Blähungen leidet.                Das die Moleküle, die deinen Furz ausmachen, sich genau auf diese Weise beeinflussen, das der gefurzter Furz wieder in den Arsch zurück kriecht, wäre mal interessant zu spüren, aber das es schon einmal passiert ist, ist wohl ein Gerücht der Gerüche, bzw. der Gerüchteküche.  So wird der gefurzte Furz zu einem Pfeil der abgeschossen wird, ohne die Möglichkeit ihn zurückzuholen. Und das ist genau das, was wir als das Vergehen der Zeit wahrnehmen. Die Zunahme von Chaos. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings nicht NULL, dass sich die Moleküle deines Furzes genau so beeinflussen, dass genau das passiert was niemand erwartet. Der sich verdichtende Luftstrom mit dem unbedingten Willen zur Rückkehr nach Hause in deinen Hintern. Das verwirrende ist, dass der Entropiepfeil  in beide Richtungen weist. Wir wären daraus abgeleitet nichts weiter als eine Fluktuation des Quantenkosmos.Ein Fingerspiel des Universums. Viele Finger (Elementarteilchen mit hoher Entropie) wuseln durcheinander und wenn sie nur lange genug wuseln, entsteht ein kurzes Ineinandergreifen, Ordnung, niedrige Entropie, einen Wimpernschlag lang. Unser Leben mit all der Vergangenheit und Zukunft, die wir glauben zu haben, könnte nichts weiter sein als reine Illusion, ein Handschlag des  Quantenkosmos, der sich auch gleich wieder in Richtung hoher Entropie verflüchtigt. Der Gedanke, dass dein Leben nur eine kurze niedrigentropische Fluktuation ist gefällt dir nicht, mir auch nicht. Aber hier ist auch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, nur das Ende meiner Erläuterung des Bildes. Willst du mehr Wissen, mach dich auf die Suche nach MEHR. Nicht mehr oder weniger soll diese Bild in dir bewirken. Begib dich auf die Suche deines Lebens. Du hast nur die eine Chance. Im Bild zu sehen sind zwei Pfeile. Der Zeitpfeil und der Entropiepfeil, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Im oberen Teil Chaos, hohe Entropie, unten Ordnung, niedrige Entropie. Wenn man genau hinschaut erkennt man ein Wesen, der Kopf mit dem Auge ist links neben den beiden Pfeilen eingebettet, sie sind sozusagen seine Nase und weisen ihm die Richtung. Der Hinterkopf beinhaltet das hochentropische, die Beine und der Körper das niedrigentropische Element.

 

100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift, Ölfarbe.

 

 

tOmMyYyy  y   Kny  -  pEtZoLd