Nur noch Schatten

In dunklen Ecken die Schatten spenden, entsteht das, was uns in der Zukunft vorantreiben wird. Die Schatten sind es, die übrig bleiben, wenn wir schon längst zu Staub zerfallen sind. Die Schatten sind nötig für Minuten und Stunden der Zweisamkeit. Die Schatten ermöglichen erst die Entwicklung einer „intelligenten“ Spezies. Ohne Schatten sterben wir aus, oder kommen gar nicht erst an den Start. Wir würden verbrennen, in extremer Hitze oder im extremen Sein, die Welt bestünde nur aus jeweils einem einzigen Extrem. Keine Wechselwirkung wäre möglich. Entweder oder, alles oder nichts, hell oder dunkel gäbe es nicht. Es gäbe nur oder, nur hell oder nur alles. Schatten sind nicht nur das fehlende oder gedimmte Licht. Es sind alle Formen des Denkens, die provoziert werden vom jeweils gültigen System. Jedes System wirft Schatten, die die Veränderung in sich tragen. Das gleisende Licht ist ein Extrem, genauso wie absolute Dunkelheit. Dazwischen Schatten, Möglichkeiten und Facetten des Lebens.

 

tOmMyYyy y Kny – pEtZoLd