Kunst.

 

Zu mir hat einmal jemand gesagt, um kreativ zu sein, muss man Zeit haben und faul sein.

Was soll man dazu sagen?

Zeit braucht man auch zum Playstation spielen.

Ich glaube nicht, dass Dali, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Van Gogh, Karl Marx, Albert Einstein, Aristoteles, Pythagoras oder Martin Luther faul waren.

Kreative Menschen sind die Speerspitzen der Gesellschaft in allen Bereichen des Lebens.

Sie denken einfach nur etwas weiter voraus und entfernen sich dadurch immer mehr von der Mitte der Gesellschaft.

Mein Verständnis von Kunst ist einfach umschrieben.

Sie ist für mich ein Privileg, für das ich dankbar bin es Leben zu dürfen.

Die Kunst ist der Ozean, das Werk die Wasseroberfläche.

Vieles was heute als Kunst gezeigt wird, ist in meinen Augen eine Form von Ausdruck,

aber keine Kunst.

Ein Teil der Kunst ist der Weg, der mich dazu führt, die Welt auf die eine oder andere Art wahrzunehmen und zu spiegeln.

Je steiniger der Weg, umso besser für die Entwicklung des eigenen Bewusstseins.

Wenn ich mir Teile der Kunst anschaue, so ist sie in vielen Bereichen genau so geradlinig wie die Wege der Künstler.

Schule, Abitur, Studium, keine Ecken und Kanten. Und das spiegelt sich meiner Meinung nach in der Kunst.

Es geht vor allem um Technik, wenig oder gar nicht um Inhalte.

Technik kann man studieren, Inhalte muss man entwickeln.

Kunst kann man nicht lernen, man kann sie nur leben.

Meine Kunst kommt von unten, nicht aus irgend Welchen angepassten Händeschüttelndenstudienfördertopfwelten.

Kunst ist Können, kreatives Denken, das Entwickeln neuer Ideen, Leidenschaft, Leid und Anregung.

Kunst ist ein Extrem, auf der Oberfläche der Kugel unserer Gesellschaft.

Kunst ist mein Anspruch nach Perfektion.

Es ist mein Versuch, die Welt ein klein wenig bunter und besser zu hinterlassen,

als ich sie vorgefunden habe.

Sie ist der zwanghafte Versuch etwas von Bedeutung zu hinterlassen.

Sie ist die Suche nach der Erkenntnis, um der Erkenntnis willen.

Sie ist ein Ideal, ein Ideal, das zwar Fiktion ist, aber trotzdem Wert, danach zu streben.

Sie ist Unsterblichkeit.

Der Betrachter soll davor stehen und staunen.

Er soll angestoßen werden, seine eigene kleine Welt zu hinterfragen.

Kunst ist für mich Lebensinhalt, mein Sinn im Leben.

Unabhängig vom finanziellen Erfolg oder dem Applaus.

Der wahrzunehmende Kern ist das Werk, er steht für sich selbst (mit Perfektion und Inhalt).

Kunst ist auch Mut zum Risiko (zumindest für einige Künstler), ohne Netz oder doppelten Boden.

Den sicheren Hafen der sozialen Abgesichertheit verlassend, um eine Vorstellung von Leben umzusetzen, die nicht den allgemeinen Vorstellungen entspricht.

Vielleicht werde ich eines Tages unter eine Brücke aufwachen,

oder vielleicht stehe ich auch oben drauf.

EGAL.

Das ist mir das Umsetzen und Ausleben meiner kreativen Energien auf jeden Fall Wert.

 

 

tOmMyYyy y  Kny - petzold