WOCHEN 2015


Zeit ist das elementare Thema des Bildes.

Das elementarste Thema überhaupt.

Die Planck-Zeit beschreibt das kleinstmögliche erdachte Zeitintervall, für das die bekannten Gesetze der Physik gültig sind.

Das kleinste bis jetzt (2015) gemessene Zeitintervall ist eine Attosekunde, das ist das 100.000.000.000.000.000.000.000.000fache der Planck-Zeit.

Das größtmögliche Zeitintervall in unserer Daseinsblase ist die Zeitspanne zwischen dem inflationären Urknall bis heute.

Zeit ist für die meisten Menschen etwas, was sie mit Uhren, dem Vergehen bzw. der Vergänglichkeit in Verbindung bringen, aber eben nicht mit der Zunahme von etwas.

Zeit - das Elementarste, um das unser Leben kreist, wie ein Insekt, was kurz vor dem Flug in die Flamme steht.

Zeit - ist ein diffuses Nichts und doch so unaufhaltsam und konsequent, wie ein Güterzug der auf dich zurast.

Zeit - gleichzusetzen mit  „Du wirst sterben.“

Zeit - sind 38 Wochen bis zur Geburt eines neuen menschlichen Lebewesens.

Zeit - die immer zu schnell vergeht, verschwendet wird, sich nach trivialen Sein im Nichts verliert.

Zeit - der Granit, an dem sich die Wissenschaft bis heute die Zähne ausbeißt.

Zeit - für mich ein Eimer voll Pisse in dem man Katzen ersäuft.  Soll heißen:  Ich hasse den Gedanken an meine beschissene Endlichkeit.

Ich will ewig sein, zumindest so lange wie ich will.

Ich möchte alles essen, will alles sehen, alles lernen, jede Frau ficken, jedes Buch lesen, alle Formen von Schmerzen erfahren, jede Facette von Liebe erleiden, jede Art von Enttäuschung durchleben, morden, jedes Verbrechen begehen, mich verirren,  jedes Musikinstrument spielen lernen , jede Stilrichtung verinnerlichen, mit meinen eigenen Raumschiff dieses Universum erforschen , eben alles tun, was mir dieses Universum erlaubt und zwar jede Facette davon.

Ich will die ultimative Antwort auf alle Fragen erfahren und verstehen lernen.

Ich will alle in Wechselwirkung stehenden  Erfahrungen machen, die in unserem Universum möglich sind, um mir erst dann die absolute Meinung zu bilden.

Leider auch dann immer nur ein Teil der absoluten Wahrheit.

Plankzeit, Attosekunde , Retrosekunde, Millisekunde, Sekunde, Minute, Stunde, Tage, WOCHEN, Monate, Jahre, was auch immer, am Ende nur der zu schnelle Tod.

Aber zum Glück kommt davor noch eine Menge mehr, leider immer zu wenig von allem.

In Chaosspannen gepresstes Leben, die weniger als nichts sind, zu kurz um etwas davon zu verschwenden.

Im Bild zu sehen, die Zunahme von Chaos, Zeit, zu sehen im bezeichneten Plakativen zerrissenen Untergrund.

Im Linken Teil ist eine abstrahierte Frau zu sehen, sie ist verbunden mit dem Schriftzug Wochen, der wiederum auf der anderen Seite ausläuft, in einer weiteren abstrahierten Frau, einer Frau die kurz vor einer Geburt steht.

 

 

 (3m x 1,30 cm, Buntstift, Bleistift, Feinliner)


 tOmMyYyy y Kny – pEtZoLd