DNA 2010

tOmMyYyy y Kny - petzold
tOmMyYyy y Kny - petzold

Ein Hauch von Schicksal 2014

 

Die SmylyYyys in der Zeichnung sind wir, auf der ganz individuellen Rutschbahn unseres Lebens. Haben wir eine Wahl welchen Weg wir auf einer Rutsche nehmen? Man könnte über den Rand springen, aber ist das sinnvoll? Wenn ich glaube, mich für etwas bewusst zu entscheiden, ist es da nicht eher so, dass die Summe meiner Erfahrungen und die gegenwärtige Situation mir eine unausweichliche Richtung aufzwingen? Wir rutschen und haben nicht wirklich Einfluss darauf, immer weiter und weiter unserem Schicksal entgegen. Sind wir nur ein Medium vorbestimmter Prozesse? Natürlich habe ich jederzeit die Möglichkeit meine Richtung von rechts auf links zu wechseln, tue ich es aber? Eher nicht, nicht ohne guten Grund, dieser kommt aber nicht aus sich selbst heraus. Er wird von außen angestoßen. Den Weg den wir einschlagen den gehen wir, also haben wir überhaupt keine Wahl. Das Gebilde über dem Auge ist das Universum. Es spielt mit uns das Spiel „Evolution“. Das Auge gehört uns und dem Universum gleichermaßen. Das Universum sieht sich selbst durch uns. Es schaut durch unsere Augen und bewundert die eigene Entwicklung, eingeschlossen uns Menschen und alle anderen Spezies. So wie wir Augen brauchen um uns zu orientieren, so braucht das Universum unter anderen uns, um sich selbst zu hinterfragen. Wäre doch auch irgendwie schade, wenn all die Pracht niemand sehen könnte. Alles wird in Frage gestellt, alles soll angezweifelt werden, alles muss wieder und wieder überdacht werden, um die Perfektion voranzutreiben. Auch wir stehen dadurch jederzeit auf dem Prüfstand. Dem TÜV der Evolution, mit einer Frist von 2 Jahren. Wird diese Frist überschritten, sind wir in dieser Raumzeitblase abgemeldet.

 

100 x 75 cm, Bleistift, Buntstift. Diese Zeichnung dauerte circa 2,6 Monate.

 

tOmMyYyy y Kny - pEtZoLd

Beim Zeichnen
Beim Zeichnen